Der Becher der Phantasie
Groteskes Schattenspiel von Axel Lübbe

'Horcht! mir ist, als hört' ich schweben / einen Geist, der etwas schuldet...'

Eine Zeitsatire aus dem Jahr 1918, die geschickt das surreale Potenzial des Schattentheaters ausnützt. Hauptfigur ist der Becherbesitzer, ein Dichter und Bohemien. Er ist im Besitze eines Elexiers, das ihn bei Bedarf den prosaischen Forderungen seiner bürgerlichen Umwelt entzieht. Sein Becher macht ihn aber auch "Phantasie-trunksüchtig". Die satirisch überspitzten Konflikte mit dem Vater, der Geliebten oder der militärischen Einberufungsbehörde, in die er gerät, wirken auch nach hundert Jahren sehr gegenwärtig. Gespielt wird mit den Silhouetten der Erstausgabe von Hermann Gehri. (Dauer: ca. 40 Minuten).

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