
Angeregt durch die Vorführungen des FigurenTheaters Liselotte schuf der aus Schwaben stammende
und in Berlin lebende Dichter Armin Strohmeyr eigens für diese Bühne ein neues Stück,
bei dem er auf ungewöhnliche Art auf die populäre mittelalterliche Heiligenlegende vom
"St. Brandan" zurückgreift. Der irische Abt Brandan wird, weil er Zweifel an den Wundergeschichten
der Bibel hegte, auf eine von wundersamen Begebenheiten strotzende, abenteurliche
Seereise geschickt, die wir als Zuschauer aus sicherer Entfernung miterleben dürfen. Ohne die
Kraft der mittelalterlichen Fabulierkunst zu mindern, spart das Stück nicht mit frechen
und ironischen Einwürfen, denn so heilig der Abt auch ist, seine mitreisenden streitlustigen
Mönche sind es nicht immer - und auch die Mächte der Finsternis bleiben nicht untätig ...
Das Figurentheater Liselotte wird in dieser
Produktion von dem Berliner Harfenisten Thomas Siener unterstützt. Er untermalt und kommentiert
das Geschehen mit den für diese Geschichte bestens geeigneten, stimmungsvollen Klängen einer
irischen Harfe. Für die Rolle des siebengescheiten schwäbischen Mönchs Ulrich
bedarf es zusätzlich eines schwäbischen "native speakers", der Text dieser
Figur wird vom Autor des Stückes, Armin Strohmeyr, selbst interpretiert.