Das Figurentheater
Liselotte
besteht aus den Zwillingsbrüdern Carsten und Nils Niemann
(geboren 1969). Die Beschäftigung mit barocker Theatertechnik und Inszenierungskunst
führte die beiden Musikwissenschaftler zunächst zum Papiertheater, einem Medium,
in dem der Zauber der Guckkastenbühne noch ungebrochen fortlebt.
Bald beschäftigten sie sich auch mit der ebenso faszinierenden wie phantastisischen Welt des Schattentheaters.
Die besondere Liebe der Brüder gilt dem Aufspüren origineller und z. T. nie gespielter Theatertexte.
Ein lustvoller Umgang mit der Figurentypik alter Bühnenstücke und die Freude an Vers und
Sprachwitz charakterisiert ihre Form des "literarischen Figurentheaters."
Nach einer Reihe von Aufführungen in privaten 'Salons' gastierte das Figurentheater Liselotte
im September 2002 erstmalig beim
internationalen Papiertheatertreffen in Preetz
(Schleswig-Holstein). Im Jahr 2003 standen bereits Aufführungen in Berlin, Bamberg, Heidelberg,
Wolfenbüttel, Walldürn (Odenwald), sowie an der Schwabenakademie Irsee auf dem Programm.
In diese Saison fiel zudem eine erste Uraufführung: "König Keks", verfasst von der Leipziger
Autorin
Babette Dieterich, hatte beim Preetzer Papiertheatertreffen seine Premiere. 2004 folgen
weitere Gastspiele in ganz Deutschland, so die Produktion des Lustspiels "Die alte Jungfer"
als Beitrag zum Lessingjahr in den Lessingstädten Wolfenbüttel und Kamenz sowie die Uraufführung
eines Schattenspiels des Berliner Schriftstellers Armin Strohmeyr.
Die Figuren und Dekorationen basieren teils auf historischen Vorlagen, teils auf eigenen Entwürfen.
Für Gestaltung und Figurenspiel zeichnet Nils Niemann verantwortlich, während Carsten Niemann
die bis zu zehn Rollen eines jeden Stücks spricht. Live gespielte Musikeinlagen auf verschiedenen
Instrumenten und Stücke vom Grammophon sorgen für die akustische Untermalung.